
Barabara Cartland,
Herts, 1988
Alle Werke © Snowdon, 2001

Barry Humphries, 1987
Alle
Werke © Snowdon, 2001

Frederick Ashton and Robert Helpmann, the Ugly Sisters,
Cinderella, 1965
Alle
Werke © Snowdon, 2001
|
SNOWDON
EINE RETROSPEKTIVE
Photographs
15. März bis 27. Mai 2001, täglich 10 bis 19 Uhr
Als erstes Museum Österreichs veranstaltet das KunstHausWien
eine Retrospektive der Arbeiten Snowdons, eines der vielseitigsten Photographen
seiner Generation. Die Ausstellung wird viele seiner witzigen Modephotos
präsentieren, aber auch die Portraitaufnahmen, für die er
vor allem bekannt
geworden ist. Gezeigt werden auch seine legendären Dokumentarphotos
für das
Magazin der Sunday Times, die ihn von seiner neugierigen und sozialbewußten
Seite zeigen.
Tony Armstrong Jones (wie er damals hieß) studierte zwei Jahre
lang
Architektur in Cambridge. Nach dem gescheiterten Examen begann er
auf
Anregung eines Onkels, des Bühnenbildners und Künstlers
Oliver Messel,
Photos von Menschen im Theater zu machen. Seine körnigen, mit
einer
Kleinbildkamera geschossenen Bilder entstanden oft bei Proben; sie
waren voller Bewegung und veränderten grundlegend die Art, wie die
Theaterphotographie auszusehen und wie das Theater sich zu präsentieren
hatte. Seit vielen Jahren photographiert er die führenden Persönlichkeiten
der Kunstwelt für Vogue und Vanity Fair und dem Telegraph-Magazin.
Es trifft zwar zu, daß sein Herz für die Welt des Balletts,
für die Welt der
Maler und Bildhauer schlägt, aber er hat auch eine besondere
Sympathie für
Bühnenschauspieler und -schauspielerinnen.
Auch an die Modephotographie ging er mit ähnlich bilderstürmerischer
Grundhaltung heran: Selten hatten Models derartig ausgefallen und
ausladend
auf den Tragflächen von Flugzeugen posiert, oder auf zwecks
Plattgedrücktwerdens aufgestapelten Autowracks oder just in dem
Moment, als
Sektflöten vom Koffer herunterpurzelten oder Säcke aus dem
Fenster des
obersten Stockwerks herunterflogen.
Snowdons Schwarzweiß-Photos für die Sunday Times dokumentieren
die
Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten des Lebens. Zu jenen, die am
längsten
im Gedächtnis haften bleiben, gehört der Photoessay Manche
unserer Kinder³
(Some of Our Children). Ebenso unvergeßlich und einfühlsam
sind seine
Aufnahmen zu den Themen Alter, Geisteskrankheit oder Einsamkeit.
Snowdon haßt es, als Spezialist abgestempelt zu werden und
hat mit den
Jahren unzählige Landschaften, Blumen und Menschen photographiert,
mit einer
hoffentlich frischen Sichtweise³, wie er sagt. Zu seinen
jüngsten
Buchveröffentlichungen zählen
schmale Bändchen über Feldblumen, Obst und Das unsichtbare
London³ (London
Unseen), eine persönliche Führung durch die versteckten
Gebäude Londons.
Eine frühere Buchveröffentlichung, London³ (1958),
eine der ersten
Zusammenstellungen seiner Photographien überhaupt, ist ein Meilenstein
der
Dokumentarphotographie und eine persönliche Sicht jener Stadt,
in der er
seit Jahrzehnten arbeitet.
Außer als Photograph hat sich Snowdon dann und wann (meist
gleichzeitig) als
Designer, Schriftsteller, Filmemacher (wofür er einen Emmy³
bekommen hat),
Bühnenbildner, Gestalter von Skimode, Uhren, Möbel und Rollstühlen
mit
Motorantrieb betätigt. Mit Cedric Price und Frank Newby entwarf
er das
Vogelgehege im Londoner Zoo, das zwischenzeitlich unter Denkmalschutz
(Grade II³) gestellt worden ist. Er ist auch ein leidenschaftlicher
Verfechter der Gleichberechtigung der Behinderten.
In der Photographie nimmt er nach wie vor eine imponierende Stellung
ein;
unermüdlich liefert er Beiträge an Zeitschriften und will
bei allem, was er
unternimmt, eine frische Sichtweise hereinbringen. Was er in seinem
ersten
Buch, London³, am Beginn seiner Laufbahn, über seine
Arbeitsweise
geschrieben hat, gilt für seine Bilder heute genauso:
Ich finde, Photos sollten technisch einfach und leicht aufzufassen
sein.
Sie sollten nicht für andere Photographen gemacht sein; sie sollen
letzlich
bei normalen Menschen eine Reaktion auslösen - daß sie
lachen müssen, oder
etwas sehen, das sie bis dahin nicht wahrgenommen haben, oder betroffen
sind. Aber nicht, daß sie zusammenzucken, das wohl nicht.³
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, Snowdon: Photographien
- eine
Retrospektive³, mit Beiträgen von Drusilla Beyfus, Simon
Callow, Georgina
Howell, Patrick Kinmonth, Anthony Powell und Marjorie Wallace. Er
enthält
mindestens 200 Abbildungen (über
125 in Farbe), darunter viele bisher unveröffentlichte Photos.
DIE AUSSTELLUNG WIRD UNTERSTÜTZT VON: KURIER
Freizeit-CLUB, HILTON
VIENNA, AUSTRIAN AIRLINES,
YUMYUM COMMUNICATIONS
,DEMEL, ÖBB,
THE BRITISH
COUNCIL,
ANIMATIONSFÜHRUNGEN
anläßlich der Ausstellung
SNOWDON - PHOTOGRAPHS
EINE RETROSPEKTIVE
im KunstHausWien von 15. März bis 27. Mai 2001
für SchülerInnen im Alter von 6 bis 19 Jahren |
|