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LOUIS C. TIFFANYMEISTERWERKE DES AMERIKANISCHEN JUGENDSTILS - Sammlung Max Kohler, Art Focus, Zürich
Anläßlich unseres Jubiläums freuen wir uns, unsere 35. Ausstellung ankündigen zu können. Das KunstHausWien wurde vor 10 Jahren eröffnet, als erstes privatwirtschaftlich geführtes Museum in Österreich. Seither haben über 4 Millionen Gäste aus dem In- und Ausland unsere wechselnden Ausstellungen sowie die permanente Hundertwasser-Gesamtschau besucht. Wir danken allen Gästen und allen Medienvertretern, die uns so tatkräftig unterstützt haben und freuen uns auf viele weitere gemeinsame Jahre! Als nächstes sehen Sie bei uns eine umfangreiche Ausstellung mit ca. 70 Werken von LOUIS COMFORT TIFFANY (1848-1933). Louis Comfort Tiffany war der Sohn von Charles Louis Tiffany, der im 19. Jahrhundert das legendäre New Yorker Silber- und Juweliergeschäft Tiffany & Co. gegründet hatte, das Präsidenten und Könige zu seinen Kunden zählte, darunter auch Englands Königin Victoria. Louis weigerte sich, in die Firma des Vaters einzutreten und beschloß, Maler zu werden. Nach dem Schulabschluß im Jahre 1866 nahm er mit 18 Jahren Kunstunterricht beim amerikanischen Landschaftsmaler George Inness, der ihm die Liebe zur Natur vermittelte. In seinen Zwanzigern bereiste er weite Teile Europas und besuchte vor allem Spanien, Nordafrika und den Mittleren Osten. Mit der Zeit galt sein Interesse zunehmend der islamischen Architektur und Ornamentik sowie der romanischen und maurischen Kunst und der japanischen Keramik. Er sammelte Gläser, Glasgeschirr, überhaupt Glasgegenstände aller Art und war von der Schönheit der Glasmalereien in Kirchen tief beeindruckt. Seine Malerei, die mitunter auch auf Reisen entstand, stellte u.a. Landschaften und afrikanische Marktszenen dar. Nach der Rückkehr in die Vereinigten Staaten begann er, mit Glas und Mosaiken zu experimentieren. Tiffanys chemische Entdeckungen führten zur Entwicklung einer schillernden Glasart, die er "Favrile" nannte, abgeleitet vom altenglischen Wort "fabrile", das handgefertigt bedeutet. Das durch das Einwirken einer Reihe von Dämpfen und Metalloxiden erhitzte Glas schillerte in aufregend glühenden Farben. Mit den Jahren produzierten die 1889 gegründeten Tiffany-Studios auch zahlreiche Glasmalereien für die Fenster von Kirchen, Synagogen und den Wohnhäusern seiner wohlhabenden Klienten. Die von Thomas Edison erfundene Glühbirne inspirierte das amerikanische Multitalent Louis C. Tiffany zur Kreation einer Nouveauté: dem Glaslampenschirm. Dieser besteht aus einem patentierten Geflecht von bleigefaßten Glasstückchen. Die Glühbirne vermochte den delikaten Kreationen einen noch nie gesehenen Lichtzauber zu entlocken. Die in den Tiffany-Studios hergestellten Leuchtobjekte machten Louis C. Tiffany als ersten amerikanischen Künstler international bekannt. Das Design der Tiffany-Studios war wegen des Einsatzes von sinnlichen, organischen, natürlichen und blumenartigen Formen bekannt, in der reichen Farbpalette des damals populären Jugendstils. Vor allem waren seine Lampenschirme wegen ihrer betörenden Farbigkeit und seine Vasen in ihrer schillernden Pracht außerordentlich beliebt und weltweit gefragt. Zwar war Tiffany vor allem als Glaskünstler bekannt, aber er beschäftigte sich auch mit Innenarchitektur, Möbeln, Teppichen, Keramik, Mosaiken, Schmuck, Bronzefiguren, Schreibtisch-Sets, Spiegeln und vielem mehr. Er hat die Inneneinrichtung des Weißen Hauses sowie der Wohnhäuser von Mark Twain, Cornelius Vanderbilt, Andrew Carnegie u.a. entworfen. Louis C. Tiffany hat in ganz Europa ausgestellt und viele Auszeichnungen und Medaillen erhalten. Sein Name war gleichbedeutend mit Luxus; seine Ästhetik schöpfte er aus der Natur und deren Farbigkeit. Erhältlich im KunstHausWien MuseumShop sind der Bildband LOUIS COMFORT TIFFANY von Jacob Baal-Teshuva sowie das Buch zur Sammlung Max Kohler, Zürich. DIE AUSSTELLUNG WIRD UNTERSTÜTZT VON:
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